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  Baden
 

Bevölkerung und Fläche 

15.070 km²; 2.518.103 Einwohner (Mai 1939)

Geographische Lage

Baden liegt im Südwesten Deutschlands. Zentrale Landschaft Badens mit den meisten großen Städten ist die Oberrheinische Tiefebene. Im Westen und Süden von Rhein und Bodensee begrenzt, erstreckt sich das Land rechtsrheinisch vom Linzgau über Lörrach, Freiburg und Karlsruhe bis zur größten Stadt Mannheim, mit einer Fortsetzung bis an Main und Tauber. Es grenzt an das französische (vor Ende des 17. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und von 1871 bis 1918 im Deutsche Reich) Elsass im Westen, an die Schweiz im Süden, die Pfalz im Nordwesten, Hessen und Bayern im Nordosten. Die östliche Grenze nach Württemberg verläuft durch Kraichgau und Schwarzwald; von dort bis zum Rhein war Baden in der Mitte teilweise nur 30 Kilometer breit. Die engste Stelle („Wespentaille“) betrug nur 17,2 Kilometer (Abstand von der württembergischen Grenze im Bereich der Gemarkung Gaggenau-Michelbach bis zum Rhein.

Städte und Regionen

Karlsruhe, die Hauptstadt Badens, war ab 1715 Residenz, zunächst der Markgrafen von Baden-Durlach, dann ab 1771 der vereinigten Markgrafschaften Baden-Durlach und Baden-Baden und später der Großherzöge von Baden, sowie bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hauptstadt des 1918 gegründeten Freistaats beziehungsweise der Demokratischen Republik Baden.

Großstädte auf badischem Gebiet sind (von Nord nach Süd): Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Pforzheim und Freiburg im Breisgau.

Größere Mittelstädte in Baden sind (von Nord nach Süd): Weinheim, Bruchsal, Ettlingen, Rastatt, Baden-Baden, Offenburg, Villingen-Schwenningen (badisch jedoch nur der westliche Stadtteil Villingen), Lörrach, Singen (Hohentwiel) und Konstanz.

Landschaften in Baden: geordnet von Norden nach Süden

  • Taubergrund
  • Bauland (Landschaft)
  • Odenwald
  • Kraichgau
  • Kurpfalz
  • Albgau
  • Hanauerland
  • Ortenau
  • Kaiserstuhl
  • Breisgau
  • Rheinebene
  • Schwarzwald
  • Markgräflerland
  • Wiesental
  • Hotzenwald
  • Hochrhein
  • Klettgau
  • Baar
  • Hegau
  • Linzgau
  • Bodensee

Geschichte

Markgrafschaft 

Der Name stammt von den Markgrafen von Baden, einer im 12. Jahrhundert etablierten Seitenlinie der Herzöge von Zähringen.  Hermann II. war der erste Zähringer, der sich, nach dem neuen Stammsitz, der Burg Hohenbaden hoch über den Thermalbädern der damaligen Stadt Baden (heute Baden-Baden), Markgraf von Baden nannte. Herrschaftsgebiete der badischen Markgrafschaften waren Baden-Durlach (seit 1938 Stadtteil von Karlsruhe), Baden-Baden, Baden-Hachberg bei Emmendingen sowie Sausenburg-Rötteln bei Lörrach. Letztere Herrschaft bestand aus Besitzungen zwischen Lörrach bis südlich von Freiburg und ist heute als Markgräflerland bekannt.

Von 1535 bis 1771 war die Herrschaft in die Linien Baden-Durlach (evangelisch) und Baden-Baden (katholisch) geteilt. Die Bevölkerung musste daher nach Gebietskäufen (beispielsweise der Gemarkung von Gersbach vom katholischen Vorderösterreich) die Konfession wechseln. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der so genannte „Türkenlouis“ (1677 bis 1707), machte Rastatt zu seiner Residenz und erhielt den kaiserlichen Auftrag, das Land vor Übergriffen aus Frankreich zu schützen. Dazu errichtete er vor allem an Passübergängen im Schwarzwald zwei Verteidigungslinien mit Wehranlagen. Besonders gut erhalten sind diese sogenannten Barockschanzen in Gersbach (Südschwarzwald). Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach wählte das 1715 erbaute Karlsruhe als neue Residenz. 1771 erbte Karl Friedrich von Baden-Durlach die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden, wodurch die beiden Markgrafschaften wieder vereinigt wurden.

Die Entstehung des Großherzogtums

Bild:Baden.png 
Baden 1803–1819
Badische Pickelhaube
Badische Pickelhaube

Das moderne Land Baden entstand am Beginn des 19. Jahrhunderts unter der Protektion Napoleons und durch die geschickte Diplomatie des badischen Gesandten Sigismund Freiherr von Reitzenstein, der als der eigentliche Schöpfer des modernen Baden gilt. In der Folge der napoleonischen Neuordnungen erreichte Baden in den Jahren 1803 bis 1810 erhebliche Gebietsgewinne - rechtsrheinische Territorien vieler kleiner Fürstentümer, geistliche Gebiete und Reichsstädte - von einem Vielfachen seiner bisherigen Größe:

  • Im Reichsdeputationshauptschluss 1803 erhielt Baden nominell als Entschädigung für an Frankreich verlorene linksrheinische Gebiete
    • Teile der rechtsrheinischen Kurpfalz (mit Mannheim und Heidelberg)
    • den rechtsrheinischen Besitz der Bistümer Konstanz, Basel, Straßburg und Speyer,
    • die Reichsstädte der Ortenau (Offenburg, Gengenbach, Zell am Harmersbach) und des Linzgaus (Überlingen und Pfullendorf) sowie Wimpfen, das jedoch unmittelbar darauf an Hessen-Darmstadt abgetreten wurde,
    • die Gebiete vieler Abteien und Stifte, u. a. das Reichsstift Petershausen.
  • Im Frieden von Pressburg 1805 fielen große Teile von Vorderösterreich an Baden, namentlich
    • der Breisgau (mit Freiburg im Breisgau),
    • die Stadt Konstanz.
  • In der Rheinbundakte 1806 kamen u. a. zu Baden
    • der größte Teil des fürstenbergischen Territoriums,
    • das kurz zuvor errichtete Fürstentum Leiningen,
    • der Teil der Grafschaft Wertheim links des Mains mit der Residenzstadt Wertheim,
    • die Landgrafschaft Klettgau.
  • Im Vertrag von Paris zwischen Württemberg und Baden 1810 (Württemberg wurde von Bayern entschädigt, dieses wiederum durch ehemals preußische Gebiete) wurden u. a. an Baden abgetreten
    • württembergische Gebiete im mittleren Schwarzwald (Hornberg, Schiltach, Gutach)
    • das württembergische Oberamt Stockach (ehemals Landgrafschaft Nellenburg).

Mit den Neuerwerbungen kam Baden, das bis dahin über keine eigene höhere Bildungsstätte verfügt hatte, auch in den Besitz der beiden Universitäten in Freiburg im Breisgau und Heidelberg. Mit der Ausweitung des Territoriums ging außerdem eine Rangerhöhung des Markgrafen einher. Im Reichsdeputationshauptschluss erhielt Karl Friedrich eine der vier freigewordenen Kurwürden. Bis zum Rheinbund war Baden somit kurzzeitig Kurfürstentum. Im Pressburger Frieden erhielt Karl Friedrich innerhalb des Reiches die volle Souveränität im gleichen Umfang wie bis dahin nur Preußen und Österreich. Mit dem Beitritt zum Rheinbund schließlich wurde er zum Ausgleich für die damit hinfällige Kurwürde zum Großherzog erhoben.

Durch dieses Bündnis mit Napoleon kämpften badische mit Soldaten der anderen Rheinbundstaaten in den Schlachten Napoleons mit. So wurde 1812 der Rückzug Napoleons aus Moskau über die Beresina von badischen Truppen gedeckt. Von den 7000 Badenern in der Grande Armée kehrten nur ein paar hundert zurück. Auch in der Völkerschlacht bei Leipzig stand Baden noch an der Seite Napoleons. Trotz Napoleons Niederlage bei Leipzig erreichte Großherzog Karl auf dem Wiener Kongress die Bestätigung seiner Neuerwerbungen, womit der Bestand des Landes gesichert war. 1819 erhielt Baden in Abwicklung der Wiener Kongressakte im Frankfurter Territorialrezess außerdem noch die inmitten seines Territoriums liegende Grafschaft Hohengeroldseck.

Das Großherzogtum Baden im 19. Jahrhundert


Der Autor der Verfassung von 1818, Karl Friedrich Nebenius.
Der Autor der Verfassung von 1818, Karl Friedrich Nebenius.

Zeitgenössische Darstellung einer Sitzung der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung im Jahr 1845.
 
Zeitgenössische Darstellung einer Sitzung der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung im Jahr 1845.

Im 19. Jahrhundert konnten sich in Baden Demokratie und Parlamentarismus freier entwickeln als anderswo. 1818 erhielt das Großherzogtum eine für damalige Verhältnisse sehr fortschrittliche liberale Verfassung, die Baden zur konstitutionellen Monarchie machte. Sie sah mit der Badischen Ständeversammlung ein Zweikammernparlament vor, dessen zweite Kammer große politische Bedeutung erhielt. Diese wurde nicht ständisch gegliedert, sondern mit nach Bezirken gewählten Vertretern bestückt. Die Debatten wurden trotz der Zensur im vollen Wortlaut veröffentlicht, was eine starke Teilnahme der Bürger an politischen Fragen ermöglichte. Dies führte zu wiederholten Konflikten mit den konservativen Kräften im Deutschen Bund unter Führung des österreichischen Staatskanzlers Klemens Metternich, aber auch mit den eher konservativen Großherzögen Karl und Ludwig. Der liberale Großherzog Leopold gab 1832 den Forderungen nach unbeschränkter Pressefreiheit nach, musste das Gesetz aber auf Druck Metternichs noch im gleichen Jahr wieder zurücknehmen.

1835 trat Baden dem Deutschen Zollverein bei und erlebte in der Folge einen wirtschaftlichen Aufschwung. Große Infrastrukturprojekte wurden mit der Rheinkorrektur nach den Plänen von Johann Gottfried Tulla 1815 und dem Eisenbahnbau seit 1840 begonnen.

Nach dem Tod des liberalen Innenministers Ludwig Georg von Winter 1838 gewann Außenminister Blittersdorf maßgeblichen Einfluss auf die badische Politik. Erst jetzt konnte sich die seit 1833 im Deutschen Bund nach dem Hambacher Fest und dem Frankfurter Wachensturm vorherrschende konservativ-reaktionäre Strömung auch im Großherzogtum voll auswirken. Blittersdorf versuchte die Einflußmöglichkeiten der liberalen Zweiten Kammer zu beschneiden. Der Druck der Regierung erzeugte eine Politisierung der Bevölkerung und provozierte eine politische Lagerbildung, die aufgrund der größeren Freiheitsrechte ein höheres Unzufriedenheitspotential entstehen ließ, als in vielen Staaten mit reaktionärerem Regierungssystem.

1843 organisierte der Abgeordnete Friedrich Daniel Bassermann im Rahmen des Urlaubsstreits, bei dem die badische Regierung Beamten, die für die Opposition in die Zweite Kammer gewählt wurden, den Urlaub und damit die Wahrnehmung ihres Mandates verweigern wollte, die Ablehnung des Regierungsbudgets und erzwang mit dem ersten parlamentarischen Misstrauensantrag der deutschen Geschichte den Rücktritt des konservativen Ministeriums unter Blittersdorf. Als in den Wahlen von 1845/46 die Opposition eine klare Mehrheit erzielen konnte und die politische Stimmung durch den Streit um den Deutschkatholizismus noch verschärft wurde, berief Großherzog Leopold den Liberalen Johann Baptist Bekk zum Innenminister und Staatsminister.

Missernten und wirtschaftliche Schwierigkeiten in den Jahren 1846/47 verursachten zusätzlich soziale Spannungen, die die Unzufriedenheit über die fehlenden Mitbestimmungsrechte und die Zersplitterung Deutschlands noch steigerten.

Eine Volksversammlung in Offenburg, die am 12. September 1847 einen Forderungskatalogverabschiedete, war ein weiterer Auslöser für die Badische Revolution von 1848 und die Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes. Am 12. Februar 1848 forderte Bassermann in der Zweiten Kammer der Ständeversammlung eine vom Volk gewählte Vertretung beim Bundestag in Frankfurt am Main. Diese Forderung führte über die Heidelberger Versammlung und das Vorparlament schließlich zum ersten frei gewählten Parlament für Deutschland, der Frankfurter Nationalversammlung.

Zeitgenössische Lithographie des Gefechts bei Kandern aus der Perspektive der Revolutionäre am 20. April 1848, bei der der Heckeraufstand niedergeschlagen wurde.
Zeitgenössische Lithographie des Gefechts bei Kandern aus der Perspektive der Revolutionäre am 20. April 1848, bei der der Heckeraufstand niedergeschlagen wurde.

Ein erster republikanischer Umsturzversuch durch Friedrich Hecker, Gustav Struve und Georg Herwegh wurde noch von Bundestruppen und ein zweiter Aufstand um Gustav Struve durch badisches Militär niedergeschlagen. Nach dem Scheitern der Frankfurter Nationalversammlung schloss sich im Mai 1849 im Rahmen der Reichsverfassungskampagne in Baden auch das Militär an. Mit der Flucht des Großherzogs Leopold, der Bildung einer provisorischen Regierung und Neuwahlen wurde Baden faktisch Republik. Durch vor allem preußisches Militär wurden die Badische Republik und die verbündete Pfälzische Republik schließlich mit Gewalt niedergeworfen. Im Juli mussten sich die letzten badischen Truppen nach fast zweimonatiger Belagerung in der Festung Rastatt ergeben. In der Folge kam es zu Verhaftungen und 23 standrechtlichen Erschießungen. Auch die Auswanderung von ca. 80.000 Badenern (5 % der Bevölkerung), vor allem nach Amerika, kann neben der wirtschaftlichen Not der 1850er auf die Niederlage der Revolution zurückgeführt werden. Baden blieb bis 1851 durch die Preußische Armee besetzt.

Trotz Okkupation und der Berufung eines konservativen Ministeriums unter Friedrich Adolf Klüber fiel die Gegenreaktion im Bereich der Politik insgesamt vergleichsweise milde aus. Baden blieb ein Verfassungsstaat und die Bürokratie verblieb bis auf wenige Ausnahmen in den Händen der alten Beamtenschaft.

Die Streitigkeiten des Großherzogtums mit der katholischen Kirche im seit 1853 mit Unterbrechungen andauernden badischen Kulturkampf führten 1860 zur Bildung einer liberalen Regierung unter maßgeblicher Beteiligung von Abgeordneten der Zweiten Kammer unter der Führung von Anton von Stabel. Maßgeblich geprägt von Franz von Roggenbach leitete die Regierung einen liberalen Kurswechsel ein und näherte ihre Arbeitsweise der eines demokratischen Parlaments an, indem sie Politik gemeinsam mit der Mehrheit der Zweiten Kammer der Ständeversammlung gestaltete. Mit der Errichtung von Verwaltungsgerichten durch Gesetz vom 5. Oktober 1863 war Baden das erste der deutschen Länder, welches die Verwaltungsgerichtsbarkeit einführte.

Baden im Kaiserreich

Wappen des Großherzogtums Baden im Kaiserreich
Wappen des Großherzogtums Baden im Kaiserreich

Wappen der Republik Baden
Wappen der Republik Baden

1871 trat Baden dem Deutschen Reich bei, an dessen Gründung Großherzog Friedrich I. maßgeblich beteiligt war: Nach Wilhelms Ausrufung zum Deutschen Kaiser gab der Großherzog im Spiegelsaal zu Versailles das erste Hurra auf den Kaiser aus. Im Deutschen Kaiserreich war Baden eine Hochburg der Liberalen und der Zentrumspartei. Nach der Niederlage des Kaiserreichs im Ersten Weltkrieg musste der letzte Großherzog Friedrich II. 1918 abdanken. Baden wurde Republik.

Republik Baden 1918–1945

Der Freistaat Baden, dessen Verfassung am 13. April 1919 vom Volk angenommen wurde, wurde bis 1933 meistens von der Zentrumspartei regiert. Baden blieb in seinen Grenzen, trotz württembergischer Versuche während der Zeit des Nationalsozialismus, die Vereinigung herbeizuführen, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs unverändert. Das Land wurde durch die nationalsozialistische Reichsregierung jedoch 1933 gleichgeschaltet und einem Reichsstatthalter unterstellt.

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baden durch eine Besatzungsgrenze geteilt.

  • Nordbaden (mit dem Landkreis Karlsruhe als südlichstem Gebiet) bildete mit Nordwürttemberg das Land Württemberg-Baden (Hauptstadt Stuttgart) in der US-amerikanischen Zone.
  • Südbaden (mit dem Landkreis Rastatt als nördlichstem Gebiet) bildete das Land Baden mit der Hauptstadt Freiburg im Breisgau und war Teil der französischen Besatzungszone. Ministerpräsident dieses Landes war Leo Wohleb.

1952 schlossen sich die Länder Württemberg-Baden und Baden mit dem Land Württemberg-Hohenzollern zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen.

Kampf um den Südweststaat

Die Situation der durch die Besatzungszonen vorgegebenen Ländergrenzen wurde von einigen als unbefriedigend empfunden. Auch die Väter und Mütter des Grundgesetzes sahen den Zustand mit drei Bundesländern als Provisorium an, das nicht dauerhaft bestehen konnte.

So enthielt das Grundgesetz in Artikel 118 die Bestimmung:

Die Neugliederung in dem die Länder Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern umfassenden Gebiete kann abweichend von den Vorschriften des Artikels 29 durch Vereinbarung der beteiligten Länder erfolgen. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, so wird die Neugliederung durch Bundesgesetz geregelt, das eine Volksbefragung vorsehen muss.

Damit wurde deutlich gemacht, dass eine Neugliederung stattfinden musste, auch wenn weder zeitliche Vorgaben gemacht wurden noch ein Vorschlag vorgelegt wurde, wie eine Lösung aussehen könnte.

Infolgedessen kamen erneut Überlegungen zur Gründung eines „Südweststaats“ aus den alten Ländern Baden, Württemberg und den Hohenzollernschen Landen auf. In Mittel- und Südbaden gab es hingegen viele, die im Falle eines Zusammenschluss eine Dominanz des neuen Bundeslandes durch Württemberg befürchteten. Diese sogenannten Altbadener favorisierten daher eine Wiederherstellung der früheren Länder in den Grenzen vor dem Krieg. „Vom See bis an des Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland“, war auf den Wahlplakaten von 1951 zu lesen. Die Regierung von (Süd)Baden unter Leo Wohleb kämpfte damit für eine Wiederherstellung des alten Landes Baden.

Entscheidend war der Abstimmungsmodus. Durch eine Probeabstimmung wusste man, dass in Nordbaden nur eine dünne Mehrheit für den Südweststaat zu erwarten war, sich durch die starke Ablehnung in Südbaden jedoch eine gesamtbadische Ablehnung ergeben würde. Deshalb plädierten die Befürworter des Südweststaats für eine Auszählung nach Stimmbezirken, die Gegner forderten vergeblich eine Auszählung nach den alten Ländern. Das 1951 neu gegründete Bundesverfassungsgericht, das seinen Sitz in der ehemaligen badischen Residenzstadt Karlsruhe hat, konnte sich bei Stimmengleichheit nicht auf eine Haltung gegen die Modalitäten der Volksabstimmung (Mehrheit in drei von vier Abstimmungsbezirken) festlegen.

Bei der Volksabstimmung unterlagen die Befürworter eines selbstständigen Baden. Zwar votierten 53 % aller Stimmberechtigten im Vorkriegsbaden für die Wiederherstellung des Landes Baden; entscheidend war jedoch das Abstimmungsverhalten des bevölkerungsreichen Nordbadens, wo 57 % für den Südweststaat votierten. Insbesondere die alte Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg war gegen Baden. Dabei glaubten wohl auch viele, dass es nicht opportun sei, die von den Amerikanern betriebene Vereinigung von Nordbaden und Nordwürttemberg wieder zu revidieren. Für die Vereinigung stimmte auch die Bevölkerung im Landesbezirk (Nord-)Württemberg und in Württemberg-Hohenzollern. Durch die Mehrheiten in drei von vier Teilgebieten wurde die Vereinigung zum „Südweststaat“ beschlossen, die 1952 erfolgte.

Aufgrund einer Klage des Heimatbundes Baden entschied das Bundesverfassungsgericht 1956, dass die badische Bevölkerung nochmals abstimmen dürfe, denn ihr Wille bei der Abstimmung 1951 sei durch die Trennung des Landes Baden nach 1945 „überspielt“ worden. Da die Abstimmung vor allem von Kurt-Georg Kiesinger immer wieder verschleppt wurde, bedurfte es 1969 einer erneuten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, welches die Abstimmung bis spätestens 30. Juni 1970 anordnete. So kam es erst 1970 nochmals zu einer Volksabstimmung, an der sich diesmal die Württemberger nicht beteiligen durften. Den Zeitläufen entsprechend waren nur noch wenige für die Wiederherstellung eines historischen Landes zu begeistern; die überwältigende Mehrheit (82%) der Bevölkerung von Baden stimmte für den Verbleib in Baden-Württemberg.

Grenzen im Bundesland Baden-Württemberg

Die 1952 gebildeten Regierungsbezirke Nordbaden und Südbaden griffen die Grenzen des alten Landes Baden wieder auf: Im Norden an Hessen und Bayern grenzend, im Süden am Bodensee nur 30 km entfernt von Bayern und in der Mitte teilweise nur 30 km, an der engsten Stelle gar nur 17,2 km schmal, fasste die Ostgrenze des Landes das Territorium von Württemberg sichelartig ein. Mit der Kreisreform, die zum 1. Januar 1973 vollzogen wurde, wurden die historischen Grenzen der Regierungsbezirke aufgehoben und die Namen der Landesteile verschwanden. Die Gebiete aller vier Regierungsbezirke Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen wurden hauptsächlich nach geografischer Zweckmäßigkeit neu abgegrenzt. Dabei verschwanden die alten Grenzen auf der Verwaltungsebene endgültig: der ehedem württembergische Teil des Schwarzwalds gehört seitdem zu den Regierungsbezirken in Karlsruhe beziehungsweise Freiburg, und ehemals badische Kreise gehören jetzt zu den Regierungsbezirken Stuttgart bzw. Tübingen.

Baden heute

Baden im Land Baden-Württemberg

Die alten Grenzen des Landes Baden spiegeln sich heute noch darin wider, dass es einen eigenständigen Badischen Sportbund und eine eigenständige Evangelische Landeskirche in Baden gibt. Auch die Einteilung der katholischen Bistümer (Erzbistum Freiburg bzw. Bistum Rottenburg-Stuttgart entspricht den alten Grenzen. Auch andere Verbände sind noch nach den alten Grenzen getrennt. In der Organisation der Justiz haben sich die alten Grenzen ebenfalls erhalten. Manche Medien orientieren sich noch immer an den alten Grenzen von Baden und Württemberg: Zum Beispiel veranstaltet der SWR Hörfunk-Regionalprogramme wie „Baden Radio“ oder „Radio Südbaden“ im Programm SWR4 Baden-Württemberg. Ein starkes Regionalgefühl ist auch heute noch vorhanden oder sogar stärker geworden, auch wenn Baden als Staat eine auf Napoleon zurückgehende relativ junge und kurzlebige Schöpfung war. Dies läßt sich auch an der Rolle des Badnerlieds absehen, eine der beliebtesten Regionalhymmnen in Süddeutschland überhaupt, welche aber erst Ende des 19. Jahrhunderts überhaupt belegt ist.

Hintergründe einer eigenständigen badischen regionalen Identität

„Badener sind vor allem dann Badener, wenn sie nördlich des Mains für Schwaben gehalten werden“

Amadeus Siebenpunkt, Deutschland Deine Badener

Eine eigenständige badische Lebensart und regionale Identität, die französisches „savoir vivre“ und schweizerisches Traditionsbewusstsein beinhalte, Liberalität und eine selbstbewusste städtische Bürgerschaft, des „Leben und Lebenlassen“, des qualitätsbewussten Genießens und der Heimatverbundenheit umfasse und sich mit „Schwobe schaffe, Badner denke“ vom ungeliebten Württemberg absetze, wird bis heute postuliert. Mit Ethnizität wie auch Identitätsbildung geht grundsätzlich eine Abgrenzung einher - für Badener erfolgt diese nach wie vor bevorzugt gegenüber Schwaben. So wurden 2008 Bundestrainer Joachim Löw und sein Vorgänger Jürgen Klinsmann als Badener und Schwaben deutlich unterschiedlich wahrgenommen  und entsprechende Unterschiede thematisiert.

Für diese andauernde Wahrnehmung von Unterschieden und lokalen Rivalitäten gibt es einige historische Gründe. Baden, nicht Württemberg, galt im 19. Jahrhundert als Musterländle und hatte naturräumlich durch die Oberrheinebene mit dem wärmsten Klima Deutschlands, fruchtbaren vulkanischen Böden, teilweise schon in der Römerzeit genutzten Heilquellen und Kurorten und ausgezeichneter verkehrlicher Erschließung und der Nähe zu Frankreich und der Schweiz deutlich bessere Voraussetzungen als Württemberg oder gar Bayern. Sonderkulturen wie Tabak, Wein-, Obst und Gartenbau sowie Gemüsekulturen haben neben der kulinarischen auch eine überregional wirtschaftliche Bedeutung und erlauben den Einwohnern, der Gastronomie wie auch einer Vielzahl von Touristen und Kurgästen eine breite Auswahl lokaler Produkte.

Schwarzwälder Kirschtorte
Schwarzwälder Kirschtorte

Nicht nur deswegen gilt die badische Küche als eine der besten in Deutschland. Sie ist leichter und französischer als andere deutsche Regionalküchen. Genuin badisch sind die hohe Qualität und Auswahl von lokal erhältlichen Zutaten und eine ausgeprägte kulinarische Tradition, die vielerlei Einflüsse aufnimmt und kombiniert. Baden weist für Deutschland die höchste regionale Dichte an Sterne-Restaurants in Deutschland auf, ähnlich wie übrigens das benachbarte Elsass  für Frankreich. Mit dem Elsass teilt Baden auch Spezialitäten wie Baeckeoff und Flammkuchen, feines Sauerkraut oder Schäufele, ohne die ansonsten typische übermäßige Fett und Mehlzugabe. Gemüsespargel und Maroni werden genauso gekonnt verarbeitet wie Innereien und Schnecken.

Eine spezifisch badische Fortschrittlichkeit, auch ausgedrückt durch den bis heute sprichwörtlichen badischen Liberalismus spiegelte sich auch in der frühen Aufhebung der Leibeigenschaft 1783, der ersten deutschen technischen Hochschule in Karlsruhe, der fortschrittlichen Verfassung von 1818 und dem ersten deutschen demokratischen Landesparlament überhaupt anno 1849 wieder. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch das Vereinswesen, neben einer Vielzahl von Turnern und frühen Sportvereinen hat Baden auch eine intensive lokale Musiktradition mit einer überproportional hohen Anzahl von Chören und Orchestern. Die vollständige Gleichstellung der Juden gewährte Baden 1862 als erster deutscher Staat.

Auch setzte die Industrialisierung deutlich früher ein als in Württemberg, begünstigt auch durch die bessere Kapitalausstattung, denn nicht die Schwaben, sondern die Badener erbrachten bis zum Ersten Weltkrieg die höheren Sparleistungen. Die Eigenständigkeit und das hohe Selbstbewusstsein der Städte und Gemeinden in Baden wurde durch die badische Gemeindeordnung von 1831 bestätigt. Sie zeichnet sich in politischen Besonderheiten wie der starken Rolle kommunaler Zweckverbände, den ersten „grünen“ Oberbürgermeistern in Deutschland wie auch in einer Vielzahl von regionalen Stadtfesten und lokalen Fastnachtstraditionen bis hin zu bedeutenden kulturellen Institutionen und international bekannten Reisezielen wie etwa in Freiburg, Baden-Baden,  Karlsruhe, Schwetzingen und Heidelberg ab.

Diese positive Entwicklung kehrte sich aber nach dem Ersten Weltkrieg radikal um - die Kriegsfolgen, auch die Weltwirtschaftskrise wirkte sich in dem nun Grenzland Baden viel negativer aus als in Württemberg. Diese spiegelt sich in der Entwicklung von Daimler-Benz - anfangs ein „Merger among Equals“, welcher ab 1931 zugunsten der Württemberger ausging - genauso wieder in Württembergs Metallbranche allgemein. Letztere profitierte von einer Wanderungsbewegung weg von der Grenze wie auch von Rüstungsprojekten hin zum Zweiten Weltkrieg. Die ungleich gravierenden Zerstörungen vieler badischer Städte im Bombenkrieg wie auch die Reparationen der ungleich härteren französischen Besatzung in Südbaden ließen den badischen Landesteil weiter ins Hintertreffen geraten. Die badische staatliche Eigenständigkeit war so nicht mehr zu halten gewesen, was Theodor Heuss bereits 1919 erkannt hatte und deswegen als erster einen gemeinsamen Südweststaat vorschlug.

Die Ursache für den Zusammenschluss, die ursprüngliche Benachteiligung und Randlage Badens ist heute durch die europäische wie deutsch-französische Einigung nicht mehr gegeben. Lange nach dem Konflikt um den Südwestsstaat hat sich erneut eine starke regionale badische Identität und die damit einhergehende Abgrenzung gegenüber den Schwaben und der Zentralregierung in Stuttgart etabliert.

Neben dem 1977 gegründeten Netzwerk BFsBW mit stärker separatistischen Tendenzen setzt sich die 1993 ins Leben gerufene Badische Landesvereinigung insbesondere für Förderalismus innerhalb des Bundeslandes Baden-Württemberg und für dezentrale, regionale Strukturen anstatt einer "elles, elles Stuckert zu"-Mentalität (Alles für Stuttgart), welche Baden zur württembergischen Kolonie herabstufe.

Traditionspflege

Deutlich wird besonders im Süden und im Raum Karlsruhe das vorhandende Bewusstsein, mit dem sich die Menschen als Badener oder Badner bezeichnen – oft schon allein, um sich von der Landesregierung im württembergischen Stuttgart abzugrenzen. In diesem Zusammenhang findet beispielsweise das Badnerlied Verwendung, das in Baden einen höheren Stellenwert und Bekanntheitsgrad besitzt als die anderen Landeshymnen. So ertönt es seit den 1990er Jahren in den Stadien des SC Freiburg und des Karlsruher SC zu Beginn der Spiele. Bis heute sieht man gerade in Südbaden viele badische Flaggen, und auch der badische Wein trägt die Identität des Landes fort. Ein Teil des badischen Regionalstolzes gründet sich auf die demokratische und revolutionäre Tradition der Bauernkriege (vgl. Joß Fritz) wie auch der Freiheitsbewegung von 1848. Die badischen Forty-Eighters und Deutschamerikaner, allen voran die radikalen Republikaner Friedrich Hecker und Gustav Struve wie auch der spätere amerikanische Außenminister Carl Schurz hatten einen bedeutenden Einfluss auf die amerikanische Geschichte wie auch die deutsch-amerikanischen Beziehungen.

Badische Vereine

Es gibt mehrere Vereine in der Region des ehemaligen Landes Baden, die badische Interessen vertreten, z. B.

  • Landesverein Badische Heimat - Heimatkunde, Kultur, Natur- und Denkmalschutz
  • Landesvereinigung Baden in Europa - Politische Interessenvertretung des badischen Landesteils
  • Bund Freiheit statt Baden Württemberg BfBW

Auch außerhalb Badens gibt es Badener, die an ihrer Kultur und Lebensart festhalten. Es handelt sich um Badener, die beruflich oder familiär bedingt außerhalb des badischen Kulturkreises leben. Viele von ihnen sind in Badenervereinen organisiert, die es meist in Großstädten der Bundesrepublik gibt. Die Badener-Vereine außerhalb der badischen Region sind in der „Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Badenervereine“ mit Sitz in Karlsruhe zusammengeschlossen. Zu diesen Badenervereinen in Deutschland gehören:

  • Badener Verein München e. V.

Der Verein wurde am 10. Februar 1894 gegründet und pflegt das badische Brauchtum. Er hält für die Mitglieder aus München und Umgebung den Kontakt zur Kultur der Heimatregion durch Gedankenaustausch, Vorträge, Reisen und Mundartgedichte. Die Mitglieder treffen sich einmal im Monat.

  • Verein der Badener von Hamburg und Umgebung e. V.

Der Verein wurde am 15. Oktober 1913 gegründet. Die Mitglieder treffen sich etwa einmal monatlich zu Veranstaltungen, Gedankenaustausch oder Ausflügen in die badische Heimat. Patenstadt ist Freiburg im Breisgau. Der Gedankenaustausch mit den Hamburgischen Bürgervereinen wird gepflegt.

  • Weitere Vereine der Badener in Deutschland

Der Verein der Badener in Berlin e. V. wurde bereits 1891 gegründet. Seine Patenstadt ist ebenfalls Freiburg im Breisgau. Weitere Vereine gibt es in Esslingen und Schwenningen.

Sprache

Die gemeinhin als Badisch bezeichnete Mundart umfasst sowohl den südfränkischen Dialekt, der etwa um Karlsruhe, Pforzheim und Rastatt gesprochen wird, als auch den alemannischen Dialekt in Südbaden.

Um Mannheim und Heidelberg wird mit dem Kurpfälzischen ein pfälzischer Dialekt gesprochen, der nicht mit dem Begriff „Badisch“ bezeichnet wird. Im Badischen Wörterbuch ist dieser Dialekt jedoch ebenso berücksichtigt wie das Ostfränkische, welches im Nordosten des Territoriums (an Main und Tauber) gesprochen wird.

 

Kultur

Als Markenzeichen der badischen Volkstrachten gilt der Bollenhut, der allerdings nur in der Umgebung von Gutach im Schwarzwald beheimatet ist. Das Kartenspiel Cego oder Zego war dagegen noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nur in Baden und in einigen Grenzgebieten zu Württemberg und Hohenzollern das beliebteste Kartenspiel und somit absolut typisch badisch. Große Bedeutung im Jahreslauf hat die Fasnacht, die vom Schmotzigen Donnerstag bis Aschermittwoch dauert. In dieser Zeit sind in vielen Gegenden Badens Büros und Geschäfte geschlossen, weil in jedem Ort Umzüge und Feste stattfinden. Umzüge und Fasnachtssitzungen sind aber auch schon ab dem Dreikönigstag üblich. Und selbst nach Aschermittwoch geht es weiter, in den Tiefen des Südschwarzwalds beginnt am Donnerstag danach die „Buurefaasned“, die traditionell mit einem „Schiibefüüer“ je nach Ortschaft bis zu vier Tage später endet.

Das Schiibefüüer (Scheibenfeuer) oder Funkenfeuer wird in den bergigen Regionen der Nordwestschweiz und Südbadens zum Vertreiben des Winters angezündet. Holzscheiben mit einer mittigen Bohrung, ähnlich einer Diskusscheibe, werden in einem großen Lagerfeuer erhitzt bzw. zum Glühen gebracht und auf Haselnussruten aufgespießt. Ziel der traditionellen Zeremonie ist es dann für die Gäste des Schauspiels, Jahr für Jahr über Holzrampen diese Scheiben ins Tal zu schleudern.

Bedeutende Schriftsteller

  • Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen
  • Johann Peter Hebel
  • Joseph Victor von Scheffel: v.a. die Romane „Ekkehart“ und „Der Trompeter von Säckingen“
  • Heinrich Hansjakob
  • Martin Walser
  • José F. A. Oliver

Erfinder:

  • Karl Drais: Fahrrad, Draisine
  • Carl Benz: Erfinder des Automobils
  • Felix Wankl: Erfinder des Wankelmo

Politik

Staatsoberhäupter

Die Staatsoberhäupter (Markgrafen, Kurfürsten und Großherzöge) von Baden von 1738 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 waren:

  • 12. Mai 1738–10. Juni 1811: Karl Friedrich (1728–1811) Markgraf, ab 5. Mai 1803 Kurfürst, ab 5. Mai 1806 Großherzog
  • 10. Juni 1811–8. Dezember 1818: Carl Ludwig Friedrich (1786–1818), Großherzog
  • 8. Dezember 1818–30. März 1830: Ludwig I. (1763–1830), Großherzog
  • 30. März 1830–24. April 1852: Leopold (1790–1852), Großherzog
  • 24. April 1852–22. Januar 1858: Ludwig II. (1824–1858), Großherzog (nominell)
  • 5. September 1858–28. September 1907: Friedrich I. (1826–1907), Großherzog (seit 1852 bereits Regent, ab 1856 auch mit dem Titel Großherzog)
  • 28. September 1907–14. November 1918: Friedrich II. (1857–1928), Großherzog

Staatsminister 1871–1918

Staatsminister und damit Regierungschefs des Großherzogtums waren:

  • 1809–1810: Sigismund von Reitzenstein
  • 1810–1810: Conrad Karl Friedrich von Andlau-Birseck
  • 1810–1812: Christian Heinrich Gayling von Altheim
  • 1812–1817: Karl Christian von Berckheim
  • 1817–1818: Sigismund von Reitzenstein
  • 1818–1831: Wilhelm Ludwig Leopold Reinhard von Berstett
  • 1832–1833: Sigismund von Reitzenstein
  • 1833–1838: Ludwig Georg von Winter
  • 1838–1839: Karl Friedrich Nebenius
  • 1839–1843: Friedrich Landolin Karl von Blittersdorf
  • 1843–1845: Christian Friedrich von Boeckh
  • 1845–1846: Karl Friedrich Nebenius
  • 1846–1848: Johann Baptist Bekk
  • 1848–1849: Karl Georg Hoffmann
  • 1849–1856: Friedrich Adolf Klüber
  • 1856–1860: Franz von Stengel
  • 1861–1866: Anton von Stabel
  • 1866–1868: Karl Mathy
  • 1868–1876: Julius Jolly
  • 1876–1893: Ludwig Karl Friedrich Turban
  • 1893–1901: Franz Wilhelm Nokk
  • 1901–1905: Carl Ludwig Wilhelm Arthur von Brauer
  • 1905–1917: Alexander von Dusch
  • 1917–1918: Heinrich von Bodman
  • 1918–1933: Staatspräsidenten der Republik Baden

Weitere bekannte Politiker aus Baden

  • Prinz Max von Baden, letzter Kanzler des deutschen Kaiserreichs
  • Friedrich Ebert, erster Reichspräsident der Weimarer Republik
  • Hans Filbinger, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg
  • Wolfgang Schäuble, Innenminister der Bundesrepublik Deutschland
  • Volker Kauder, ehemaliger CDU-Generalsekretär und derzeitiger Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
  • Gerhard Mayer-Vorfelder, ehemaliger Minister in Baden-Württemberg, Politiker (CDU) und Sportfunktionär
 
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